- Ersetze Catch-All-Ansatz durch Betreff-basiertes Routing. - Reduziere Infrastruktur-Aufwände durch generische Zieladresse.
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# ADR 0028: Plan-B - Fallback auf E-Mail-basierte Online-Nennung (MVP)
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**Status:** Angenommen
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**Datum:** 2026-04-22
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**Entscheider:** Lead Architect, Product Owner
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## Kontext
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Ursprünglich war geplant, dass die Desktop-App vollständig integriert mit dem ZNS die Konfiguration von Turnieren ermöglicht. Daraus sollten automatisch Web-Formulare für die Online-Nennung generiert werden. Die Entwicklung dieser komplexen End-to-End-Strecke inklusive ZNS-Synchronisation und Formular-Generierung ist zeitlich in Verzug geraten. Das Kernziel – die rechtzeitige Bereitstellung einer funktionierenden Online-Nennung für Teilnehmer – ist gefährdet.
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Gleichzeitig haben Tests ergeben, dass der aktuelle Mailserver (World4You) das sogenannte "Plus-Addressing" (z.B. `online-nennen+26128@...`) nativ nicht unterstützt (Fehler: `550 Unknown User`), weshalb ein robusterer Mechanismus für das Mail-Routing pro Turnier gefunden werden muss.
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## Entscheidung
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Wir setzen das Prinzip der **Graceful Degradation** an und wechseln für das Online-Nenn-System auf einen pragmatischen **MVP (Plan-B)**:
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1. **Entkopplung:** Die Web-App wird vorerst nicht dynamisch aus der Desktop-App/ZNS-Datenstruktur generiert.
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2. **Statische Frontend-Formulare:** Wir erstellen einfache, statische (oder semi-statische) Nenn-Formulare im Web (WasmJs) mit grundlegender clientseitiger Validierung (Pflichtfelder).
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3. **E-Mail als Integrationsschicht:** Das Backend dient lediglich als "Form-to-Email-Gateway". Wenn ein Teilnehmer das Formular absendet (`POST` Request mit JSON-Payload), generiert das Backend eine strukturierte E-Mail.
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4. **Betreff-basiertes Routing statt Catch-All/Plus-Addressing:** Um jegliche Infrastruktur-Änderungen beim Hoster zu vermeiden, senden wir alle Nennungen an die generische Adresse `online-nennen@mo-code.at`. Die Trennung pro Turnier erfolgt zwingend über den **Betreff der E-Mail** (z.B. `[NENNUNG] Turnier-ID: 26128`). Im Posteingang können dann einfache Filter/Regeln eingerichtet werden.
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## Konsequenzen
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### Positiv
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* **Time-to-Market:** Die Kernanforderung (Nennungen empfangen) kann extrem schnell umgesetzt und deployt werden.
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* **Stabilität:** Das System ist hochgradig ausfallsicher. Es gibt keine komplexe DB-Synchronisation, die im Live-Betrieb abbrechen könnte.
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* **Kein Blocker für Desktop-App:** Das Team kann ungestört weiter an der komplexen Desktop-ZNS-Integration arbeiten, während das Nenn-Problem für die User gelöst ist.
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* **Keine Infrastruktur-Aufwände:** Weder Catch-All noch Alias-Verwaltung beim Hoster nötig. Ein einziges Standard-Postfach reicht.
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### Negativ
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* **Manueller Aufwand im Backoffice:** Nennungen kommen vorerst als E-Mails (Text/HTML) an und müssen (bis zu einer späteren Automatisierung) manuell oder per Skript aus dem Postfach ins eigentliche System übertragen werden.
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* **Kein automatisiertes Setup:** Formulare müssen bei Bedarf per Hand im Frontend-Code oder einer einfachen Konfigurationsdatei angepasst werden.
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## Nächste Schritte
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1. `enableWasm=true` in `gradle.properties` aktivieren (erledigt).
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2. Web-App (Frontend) mit einem minimalen "Hallo Du!"-Formular implementieren, das die Turnier-ID als Parameter hält.
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3. Backend-Endpoint (`POST` to Mail) implementieren und SMTP anbinden. Die Turnier-ID muss zwingend in den Mail-Betreff geschrieben werden.
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4. End-to-End-Test auf dem Staging/Prod-Server (Gitea Pipeline).
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