- **Domain Enhancements:** - Introduced `PausenKonfiguration` and `BesichtigungsBlock` entities to handle automatic breaks and inspection scheduling. - Added `BesichtigungsTypE` enum for inspection types (`ZU_FUSS`, `ZU_PFERD`). - Updated `Bewerb` and `Abteilung` models to include pause and inspection type fields. - **Service Updates:** - Enhanced `StartlistenService` to calculate start times, accounting for breaks and inspection buffers. - Extended `BewerbService` to support patchable time scheduling via new `updateZeitplan` API. - **Persistence Changes:** - Updated tables (`BewerbTable`, `AbteilungTable`) to persist break configurations and inspection types. - Implemented repository mappings to include these new fields. - **Testing:** - Introduced `BewerbeZeitplanIntegrationTest` to validate new scheduling behaviors, including automatic pauses and inspection handling. - **Documentation:** - Added rulebook and conceptual documents for inspection and scheduling logic in `docs/01_Architecture/`.
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Regelwerks-Check: Parcoursbesichtigung & Bewerbszusammenlegung
Status: FINAL | Datum: 11. April 2026 Autor: 📜 ÖTO/FEI Rulebook Expert Kontext: Zeitplan-Optimierung & Praxis-Szenarien
1. Parcoursbesichtigung zu Pferd
Die Aussage des Users wurde geprüft und bestätigt.
1.1 Regelwerks-Referenz (ÖTO 2026)
Gemäß ÖTO Teil B, § 43 (Abweichungen) gilt:
- Normalfall: Parcoursbesichtigung erfolgt zu Fuß.
- Springpferde- & Jungpferdeprüfungen (bis 110 cm): Eine Besichtigung zu Pferd im Schritt kann von der Richtergruppe erlaubt werden.
- Zweck: Junge, unerfahrene Pferde sollen stressfrei an optische Reize (Fangständer, Farben, Unterbauten) herangeführt werden.
1.2 Organisatorische Implikationen
- Dauer: Die Besichtigung zu Pferd benötigt oft etwas mehr Zeit für die Koordination am Einlass (15-20 Min. sind praxisnah).
- Sicherheit: Da Pferde im Parcours sind, während andere Reiter eventuell noch draußen warten, muss der Zeitplan einen Puffer von mindestens 5 Minuten zwischen Ende Besichtigung und erstem Start vorsehen (ÖTO Vorschrift).
2. Zusammengelegte Besichtigungen (Cross-Competition Inspection)
In der Praxis üblich, wenn der Parcours für aufeinanderfolgende Bewerbe identisch bleibt.
2.1 Szenario
- Bewerb A: Springpferdeprüfung 105cm (Besichtigung zu Pferd erlaubt).
- Bewerb B: Standardspringprüfung 105cm (Besichtigung zu Fuß).
- Lösung: Eine gemeinsame Besichtigungszeit vor Bewerb A.
2.2 Regelwerks-Konformität
- Es gibt kein Verbot für gemeinsame Besichtigungen, solange die Teilnehmer beider Bewerbe die Möglichkeit haben, den Parcours regelkonform zu besichtigen.
- Wichtig: Wenn Bewerb B erst 2 Stunden später startet, muss für Teilnehmer von Bewerb B theoretisch eine zweite Besichtigungsmöglichkeit (oder ein "Refresh") angeboten werden, falls der Parcours zwischenzeitlich verändert wurde. Wenn er identisch bleibt, reicht die einmalige Bekanntgabe.
3. Anforderungen für die Software (Zeitplan-Modul)
3.1 Datenmodell
AbteilungoderBewerbbenötigt ein FlagbesichtigungZuPferdErlaubt(Boolean).BesichtigungsBlockals eigenständiges Entitätsobjekt im Zeitplan, das mit mehreren Bewerben/Abteilungen verknüpft werden kann.
3.2 Validierung & Warnungen
- Warnung: Wenn ein Besichtigungsblock mit "zu Pferd" markiert ist, aber ein verbundener Bewerb (z.B. L-Springen) dies laut ÖTO normalerweise nicht vorsieht (Diskretionsspielraum der Richter).
- Puffer-Check: Automatische Prüfung, ob zwischen
Ende BesichtigungundStart Erster Reitermindestens 5 Minuten liegen.
4. Fazit für Architect & Entwickler
Die "Besichtigung zu Pferd" ist ein valider Spezialfall für Springpferdeprüfungen. Die Software muss erlauben, Besichtigungszeiten flexibel vor einen oder mehrere Bewerbe zu lagern und den Typ (Fuß/Pferd) zu kennzeichnen.
Geprüft durch den 📜 ÖTO/FEI Rulebook Expert am 11.04.2026