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StefanMoCoAt 5baa971b46 ### docs: aktualisiere ADR 0028 für E-Mail-basiertes Routing
- Ersetze Catch-All-Ansatz durch Betreff-basiertes Routing.
- Reduziere Infrastruktur-Aufwände durch generische Zieladresse.
2026-04-22 15:18:35 +02:00

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ADR 0028: Plan-B - Fallback auf E-Mail-basierte Online-Nennung (MVP)

Status: Angenommen Datum: 2026-04-22 Entscheider: Lead Architect, Product Owner

Kontext

Ursprünglich war geplant, dass die Desktop-App vollständig integriert mit dem ZNS die Konfiguration von Turnieren ermöglicht. Daraus sollten automatisch Web-Formulare für die Online-Nennung generiert werden. Die Entwicklung dieser komplexen End-to-End-Strecke inklusive ZNS-Synchronisation und Formular-Generierung ist zeitlich in Verzug geraten. Das Kernziel die rechtzeitige Bereitstellung einer funktionierenden Online-Nennung für Teilnehmer ist gefährdet.

Gleichzeitig haben Tests ergeben, dass der aktuelle Mailserver (World4You) das sogenannte "Plus-Addressing" (z.B. online-nennen+26128@...) nativ nicht unterstützt (Fehler: 550 Unknown User), weshalb ein robusterer Mechanismus für das Mail-Routing pro Turnier gefunden werden muss.

Entscheidung

Wir setzen das Prinzip der Graceful Degradation an und wechseln für das Online-Nenn-System auf einen pragmatischen MVP (Plan-B):

  1. Entkopplung: Die Web-App wird vorerst nicht dynamisch aus der Desktop-App/ZNS-Datenstruktur generiert.
  2. Statische Frontend-Formulare: Wir erstellen einfache, statische (oder semi-statische) Nenn-Formulare im Web (WasmJs) mit grundlegender clientseitiger Validierung (Pflichtfelder).
  3. E-Mail als Integrationsschicht: Das Backend dient lediglich als "Form-to-Email-Gateway". Wenn ein Teilnehmer das Formular absendet (POST Request mit JSON-Payload), generiert das Backend eine strukturierte E-Mail.
  4. Betreff-basiertes Routing statt Catch-All/Plus-Addressing: Um jegliche Infrastruktur-Änderungen beim Hoster zu vermeiden, senden wir alle Nennungen an die generische Adresse online-nennen@mo-code.at. Die Trennung pro Turnier erfolgt zwingend über den Betreff der E-Mail (z.B. [NENNUNG] Turnier-ID: 26128). Im Posteingang können dann einfache Filter/Regeln eingerichtet werden.

Konsequenzen

Positiv

  • Time-to-Market: Die Kernanforderung (Nennungen empfangen) kann extrem schnell umgesetzt und deployt werden.
  • Stabilität: Das System ist hochgradig ausfallsicher. Es gibt keine komplexe DB-Synchronisation, die im Live-Betrieb abbrechen könnte.
  • Kein Blocker für Desktop-App: Das Team kann ungestört weiter an der komplexen Desktop-ZNS-Integration arbeiten, während das Nenn-Problem für die User gelöst ist.
  • Keine Infrastruktur-Aufwände: Weder Catch-All noch Alias-Verwaltung beim Hoster nötig. Ein einziges Standard-Postfach reicht.

Negativ

  • Manueller Aufwand im Backoffice: Nennungen kommen vorerst als E-Mails (Text/HTML) an und müssen (bis zu einer späteren Automatisierung) manuell oder per Skript aus dem Postfach ins eigentliche System übertragen werden.
  • Kein automatisiertes Setup: Formulare müssen bei Bedarf per Hand im Frontend-Code oder einer einfachen Konfigurationsdatei angepasst werden.

Nächste Schritte

  1. enableWasm=true in gradle.properties aktivieren (erledigt).
  2. Web-App (Frontend) mit einem minimalen "Hallo Du!"-Formular implementieren, das die Turnier-ID als Parameter hält.
  3. Backend-Endpoint (POST to Mail) implementieren und SMTP anbinden. Die Turnier-ID muss zwingend in den Mail-Betreff geschrieben werden.
  4. End-to-End-Test auf dem Staging/Prod-Server (Gitea Pipeline).