* chore(MP-21): snapshot pre-refactor state (Epic 1) * chore(MP-22): scaffold new repo structure, relocate Docker Compose, move frontend/backend modules, update Makefile; add docs mapping and env template * MP-22 Epic 2: Erfolgreich umgesetzt und verifiziert * MP-23 Epic 3: Gradle/Build Governance zentralisieren
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1. Welche DI-Lösung? (Dependency Injection)
Entscheidung: Wir nutzen Koin.
Begründung (ADR):
- Warum nicht Dagger/Hilt? Hilt ist stark auf Android (Context, Lifecycles) fixiert. Dagger ist extrem komplex im Setup für Multiplatform (Kapt/KSP Setup über alle Targets).
- Warum Koin? Es ist ein reines Kotlin-Framework ("Service Locator" Pattern). Es funktioniert identisch auf JVM (Desktop), JS (Web) und Android. Es benötigt keine Annotation-Processing-Magie, was die Build-Zeiten im Monorepo niedrig hält.
Eintrag im Guide:
// GUIDELINE: Dependency Injection
// Wir nutzen Koin. Module werden im `di` Package des Features definiert.
// 1. Definition (Feature Module)
val inventoryModule = module {
// Singletons für Services
single<InventoryRepository> { InventoryRepositoryImpl(get(), get()) }
// ViewModels (Factory scope)
viewModel { InventoryViewModel(get()) }
}
// 2. Nutzung des ApiClients (Best Practice)
// Wir injizieren IMMER den "apiClient" (mit Auth-Header), niemals den Default Client.
val networkModule = module {
single(named("apiClient")) { ... } // Konfiguriert in :core:network
}
val myFeatureModule = module {
single {
// Explizites Holen des authentifizierten Clients
MyFeatureApi(httpClient = get(named("apiClient")))
}
}
2. Welche Offline-DB/ORM?
Entscheidung: Wir nutzen SQLDelight.
Begründung (ADR):
- Warum nicht Room (KMP)? Room ist für KMP noch sehr neu (Alpha/Beta Status) und bringt viel Overhead mit sich (SQLite Bundling etc.).
- Warum SQLDelight?
- Schema First: Du schreibst SQL (
.sq), und Kotlin-Code wird generiert. Das zwingt Entwickler dazu, über ihr Datenmodell nachzudenken, bevor sie Code schreiben. - Performance: Es ist extrem leichtgewichtig und typ-sicher.
- Migrationen: SQLDelight hat ein exzellentes System für Schema-Migrationen (
1.sqm,2.sqm), was für Desktop-Apps (die nicht einfach "neu geladen" werden können wie Webseiten) essenziell ist.
- Schema First: Du schreibst SQL (
Eintrag im Guide:
DB-Guideline:
- Jedes Feature definiert sein Schema in
:frontend:core:local-db/src/commonMain/sqldelight/....- Business-Logik darf niemals SQL-Strings enthalten. Nutze die generierten
Queries-Objekte.- Migrationen sind Pflicht bei Schema-Änderungen! (Kein
DROP TABLEin Production).
3. Konfliktstrategie bei Sync?
Entscheidung: Optimistic Locking (Server Wins).
Begründung (ADR):
- In einem System mit Offline-Clients ist "Last Write Wins" gefährlich (Lagerbestand wird überschrieben).
- Strategie:
- Jedes Entity hat eine
lastUpdated(Timestamp) Spalte. - Der Client sendet beim Update die Version mit, die er kennt.
- Wenn Server-Version > Client-Version → HTTP 409 Conflict.
- Client muss Daten neu laden (Refresh) und User fragen/informieren.
- Jedes Entity hat eine
Eintrag im Guide:
// GUIDELINE: Sync & Conflicts
// Das Frontend führt KEIN komplexes Merging durch.
suspend fun updateStock(item: Item) {
try {
api.update(item.id, item.newStock, currentVersion = item.version)
// Happy Path: DB Update
} catch (e: ConflictException) { // HTTP 409
// 1. Markiere Item in UI als "Out of Sync" (Rot)
// 2. Trigger automatischen Refresh vom Server
// 3. Zeige User Toast: "Daten waren veraltet. Bitte prüfen."
repo.refreshSingleItem(item.id)
}
}
4. Error Budgets / SLIs (Stale Data Indikatoren)
Entscheidung: Visual Freshness Indicators (Ampel-System).
Begründung (ADR):
- Ein User muss wissen, ob der Lagerbestand "live" ist oder "von gestern".
- Wir definieren keine harten Timeouts (App blockieren), sondern weiche UI-Hinweise.
Eintrag im Guide:
UI-Regel "Data Freshness": Jedes Entity in der lokalen DB hat ein Feld
lastSyncedAt. Das UI reagiert darauf:
- < 5 min: ✅ Normalzustand (Kein Indikator).
- > 5 min: ⚠️ Kleines gelbes "Wolke"-Icon oder ausgegrauter Text (Warnung).
- > 1 Stunde: ❌ Roter Banner "Offline-Daten: Bestand nicht garantiert".
- Aktion: Schreibende Operationen sind bei "Rot" für kritische Bereiche (z.B. Inventur-Abschluss) gesperrt, für unkritische (z.B. Notiz anlegen) erlaubt (Queue).
5. API-Verträge und Kapselung der Feature-Teams
Entscheidung: Loose Coupling via Navigation Routes & Shared Data Models (Core).
Begründung (ADR):
- Wir wollen vermeiden, dass Team A (Inventory) direkt Klassen von Team B (Checkout) importiert. Das führt zum "Monolithen-Klumpen".
- Wir nutzen keine separaten Gradle-Module pro Feature-API (
:inventory-api,:inventory-impl), da dies den Build-Graph unnötig aufbläht ("Gradle Overhead").
Strategie:
- Schnittstelle: Die einzige "Public API" eines Features ist sein
EntryPoint(Composable) und seineRoute(String). - Datenaustausch:
- Minimal: Über URL-Parameter (IDs).
navigator.navigate("inventory/details/123"). - Objekte: Wenn komplexe Objekte geteilt werden müssen (z.B.
UserProfile), gehören diese in:frontend:core:domain(Shared Kernel).
Eintrag im Guide:
// GUIDELINE: Feature Isolation
// 1. Features importieren NIEMALS andere Features im `build.gradle.kts`.
// 2. Kommunikation nur über Navigation (Router).
// 3. Gemeinsam genutzte Datenobjekte (z.B. UserID, ShopID) liegen in :core:domain.
// FALSCH:
import com.project.features.billing.Invoice // Abhängigkeit zu anderem Feature!
// RICHTIG:
// Feature A navigiert zu Feature B via Route
navigator.navigateTo("billing/create?orderId=123")
Zusammenfassung für dein Dokument
Diese 5 Punkte schließen den Kreis:
- Koin hält den Code sauber.
- SQLDelight hält die Daten sicher.
- Optimistic Locking verhindert Datenmüll.
- Freshness UI managed die Erwartungshaltung des Users.
- Core Domain verhindert Spaghetti-Code zwischen Features.