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StefanMo 034892e890
chore(MP-23): network DI client, frontend architecture guards, detekt & ktlint setup, docs, ping DI factory (#21)
* chore(MP-21): snapshot pre-refactor state (Epic 1)

* chore(MP-22): scaffold new repo structure, relocate Docker Compose, move frontend/backend modules, update Makefile; add docs mapping and env template

* MP-22 Epic 2: Erfolgreich umgesetzt und verifiziert

* MP-23 Epic 3: Gradle/Build Governance zentralisieren
2025-11-30 23:14:00 +01:00

161 lines
5.9 KiB
Markdown

### 1\. Welche DI-Lösung? (Dependency Injection)
**Entscheidung:** Wir nutzen **Koin**.
**Begründung (ADR):**
* **Warum nicht Dagger/Hilt?** Hilt ist stark auf Android (Context, Lifecycles) fixiert. Dagger ist extrem komplex im Setup für Multiplatform (Kapt/KSP Setup über alle Targets).
* **Warum Koin?** Es ist ein reines Kotlin-Framework ("Service Locator" Pattern). Es funktioniert identisch auf JVM (Desktop), JS (Web) und Android. Es benötigt keine Annotation-Processing-Magie, was die Build-Zeiten im Monorepo niedrig hält.
**Eintrag im Guide:**
```kotlin
// GUIDELINE: Dependency Injection
// Wir nutzen Koin. Module werden im `di` Package des Features definiert.
// 1. Definition (Feature Module)
val inventoryModule = module {
// Singletons für Services
single<InventoryRepository> { InventoryRepositoryImpl(get(), get()) }
// ViewModels (Factory scope)
viewModel { InventoryViewModel(get()) }
}
// 2. Nutzung des ApiClients (Best Practice)
// Wir injizieren IMMER den "apiClient" (mit Auth-Header), niemals den Default Client.
val networkModule = module {
single(named("apiClient")) { ... } // Konfiguriert in :core:network
}
val myFeatureModule = module {
single {
// Explizites Holen des authentifizierten Clients
MyFeatureApi(httpClient = get(named("apiClient")))
}
}
```
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### 2\. Welche Offline-DB/ORM?
**Entscheidung:** Wir nutzen **SQLDelight**.
**Begründung (ADR):**
* **Warum nicht Room (KMP)?** Room ist für KMP noch sehr neu (Alpha/Beta Status) und bringt viel Overhead mit sich (SQLite Bundling etc.).
* **Warum SQLDelight?**
1. **Schema First:** Du schreibst SQL (`.sq`), und Kotlin-Code wird *generiert*. Das zwingt Entwickler dazu, über ihr Datenmodell nachzudenken, bevor sie Code schreiben.
2. **Performance:** Es ist extrem leichtgewichtig und typ-sicher.
3. **Migrationen:** SQLDelight hat ein exzellentes System für Schema-Migrationen (`1.sqm`, `2.sqm`), was für Desktop-Apps (die nicht einfach "neu geladen" werden können wie Webseiten) essenziell ist.
**Eintrag im Guide:**
> **DB-Guideline:**
>
> * Jedes Feature definiert sein Schema in `:frontend:core:local-db/src/commonMain/sqldelight/...`.
> * Business-Logik darf niemals SQL-Strings enthalten. Nutze die generierten `Queries`-Objekte.
> * Migrationen sind Pflicht bei Schema-Änderungen\! (Kein `DROP TABLE` in Production).
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### 3\. Konfliktstrategie bei Sync?
**Entscheidung:** **Optimistic Locking** (Server Wins).
**Begründung (ADR):**
* In einem System mit Offline-Clients ist "Last Write Wins" gefährlich (Lagerbestand wird überschrieben).
* **Strategie:**
1. Jedes Entity hat eine `lastUpdated` (Timestamp) Spalte.
2. Der Client sendet beim Update die Version mit, die er *kennt*.
3. Wenn Server-Version \> Client-Version → **HTTP 409 Conflict**.
4. Client muss Daten neu laden (Refresh) und User fragen/informieren.
**Eintrag im Guide:**
```kotlin
// GUIDELINE: Sync & Conflicts
// Das Frontend führt KEIN komplexes Merging durch.
suspend fun updateStock(item: Item) {
try {
api.update(item.id, item.newStock, currentVersion = item.version)
// Happy Path: DB Update
} catch (e: ConflictException) { // HTTP 409
// 1. Markiere Item in UI als "Out of Sync" (Rot)
// 2. Trigger automatischen Refresh vom Server
// 3. Zeige User Toast: "Daten waren veraltet. Bitte prüfen."
repo.refreshSingleItem(item.id)
}
}
```
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### 4\. Error Budgets / SLIs (Stale Data Indikatoren)
**Entscheidung:** **Visual Freshness Indicators** (Ampel-System).
**Begründung (ADR):**
* Ein User muss wissen, ob der Lagerbestand "live" ist oder "von gestern".
* Wir definieren keine harten Timeouts (App blockieren), sondern weiche UI-Hinweise.
**Eintrag im Guide:**
> **UI-Regel "Data Freshness":**
> Jedes Entity in der lokalen DB hat ein Feld `lastSyncedAt`. Das UI reagiert darauf:
>
> * **\< 5 min:** ✅ Normalzustand (Kein Indikator).
> * **\> 5 min:** ⚠️ Kleines gelbes "Wolke"-Icon oder ausgegrauter Text (Warnung).
> * **\> 1 Stunde:** ❌ Roter Banner "Offline-Daten: Bestand nicht garantiert".
> * **Aktion:** Schreibende Operationen sind bei "Rot" für kritische Bereiche (z.B. Inventur-Abschluss) gesperrt, für unkritische (z.B. Notiz anlegen) erlaubt (Queue).
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### 5\. API-Verträge und Kapselung der Feature-Teams
**Entscheidung:** **Loose Coupling via Navigation Routes & Shared Data Models (Core)**.
**Begründung (ADR):**
* Wir wollen vermeiden, dass Team A (Inventory) direkt Klassen von Team B (Checkout) importiert. Das führt zum "Monolithen-Klumpen".
* Wir nutzen **keine** separaten Gradle-Module pro Feature-API (`:inventory-api`, `:inventory-impl`), da dies den Build-Graph unnötig aufbläht ("Gradle Overhead").
**Strategie:**
1. **Schnittstelle:** Die einzige "Public API" eines Features ist sein `EntryPoint` (Composable) und seine `Route` (String).
2. **Datenaustausch:**
* *Minimal:* Über URL-Parameter (IDs). `navigator.navigate("inventory/details/123")`.
* *Objekte:* Wenn komplexe Objekte geteilt werden müssen (z.B. `UserProfile`), gehören diese in **`:frontend:core:domain`** (Shared Kernel).
**Eintrag im Guide:**
```kotlin
// GUIDELINE: Feature Isolation
// 1. Features importieren NIEMALS andere Features im `build.gradle.kts`.
// 2. Kommunikation nur über Navigation (Router).
// 3. Gemeinsam genutzte Datenobjekte (z.B. UserID, ShopID) liegen in :core:domain.
// FALSCH:
import com.project.features.billing.Invoice // Abhängigkeit zu anderem Feature!
// RICHTIG:
// Feature A navigiert zu Feature B via Route
navigator.navigateTo("billing/create?orderId=123")
```
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### Zusammenfassung für dein Dokument
Diese 5 Punkte schließen den Kreis:
1. **Koin** hält den Code sauber.
2. **SQLDelight** hält die Daten sicher.
3. **Optimistic Locking** verhindert Datenmüll.
4. **Freshness UI** managed die Erwartungshaltung des Users.
5. **Core Domain** verhindert Spaghetti-Code zwischen Features.